Psoriasis, umgangssprachlich Schuppenflechte genannt, ist eine der weltweit häufigsten Hauterkrankungen. Sie ist eine nicht ansteckende, erblich bedingte chronische Haut- und Gelenkserkrankung.
Was ist Psoriasis vulgaris?
Psoriasis vulgaris, auch gewöhnliche Schuppenflechte genannt, ist die häufigste Form der Psoriasis. Sie zeichnet sich durch scharf abgegrenzte entzündlich gerötete Hautbereiche aus, die von silbrig-weißen Schuppen bedeckt sind. Vor allem betroffen sind häufig Knie, Ellenbogen und Schienbein, sowie die Kopfhaut, Gesäßfalte und die Kreuzbeinregion. Meistens gehen die Hautveränderungen mit Juckreiz einher (griech. Psora = Juckreiz).

Psoriasis ist nicht ansteckend sondern hat genetische Ursachen.
Psoriasis als autoimmun vermittelte Entzündungskrankheit entsteht durch Reaktion des Immunsystems auf körpereigenes Gewebe. Die davon hervorgerufene Entzündung regt die Vermehrung von Hautzellen an, wodurch die Erneuerung der Epidermis (äußerste Hautschicht) mehr als versechsfacht wird.
Der Grund für die Entstehung einer Psoriasis ist zurzeit nicht vollständig geklärt. Als gesichert wird die Vererbung der Veranlagung für Psoriasis angesehen. Äußere Reize (z.B. Verletzungen) und innere Faktoren wie Stress, hormonelle Veränderungen, Stoffwechselstörungen, Alkohol sowie Infektionen gelten als mögliche Auslöser der Krankheit.

Mit Psoriasis ist auch die Entstehung anderer Erkrankungen verbunden.
Welche Begleiterkrankungen können bei Psoriasis auftreten?
Bei ca. 30 % der Psoriasis-Patient*innen tritt entzündliche Arthritis der Wirbelsäule und anderer Gelenke auf (Psoriasis-Arthritis). Im Rahmen der Psoriasis kann es zu Gefäßentzündungen und damit einhergehendem erhöhten Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle kommen. Psoriasis ist auch mit psychischen Beeinträchtigungen bis hin zu Depressionen verbunden, vorwiegend verursacht durch gesellschaftliche Stigmatisierung sowie Beschämung aufgrund der äußerlichen Symptome und der Auswirkungen auf die Lebensqualität.

Wie wird Psoriasis behandelt?
Psoriasis kann zurzeit ausschließlich symptomatisch behandelt werden. Zur Anwendung kommen je nach Schweregrad der Erkrankung äußerlich angewendete Medikamente (Salben, Cremes), systemische Therapien (innerlich angewendet) und andere Formen (Licht-/ Klimatherapie).
In Deutschland leiden zurzeit ca. 2,5% der Einwohner*innen an Psoriasis
Systemische Therapien umfassen Wirkstoffe, die in die Entwicklung der Epidermis eingreifen oder das Immunsystem regulieren. Zu letzteren zählen Biologika und Wirkstoffe wie Methotrexat, Ciclosporin oder Apremilast.

Regelmäßige und wirksame Behandlung kann kardiovaskuläre Ereignisse verhindern und somit das Leben der Menschen verlängern.
Weiterführende Informationen
Referenzen
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